Kiefergelenksfehlfunktion (CMD)

Wird das Kiefergelenk durch Stress und Zähneknirschen oder durch eine falsche Bissstellung belastet, kann dies mannigfaltige Auswirkungen haben. Die Ursache dieser sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (CMD oder Kiefergelenksfehlfunktion) ist eine Irritation der Lagesinneszellen im Kiefergelenk.

 

Diese „Propriorezeptoren“ melden fälschlicherweise dem Gehirn, dass die Körperhaltung schief sei, dieses korrigiert die angebliche Fehlhaltung. Dadurch kommt es aber erst zu einer Schiefstellung und zu vielen orthopädischen Folgeproblemen. Viele Patienten haben meist schon langjährige Beschwerden, bevor jemand die richtige Diagnose stellt. Hinweisend für eine CMD können sein:

 

  • Morgendliche Kopfschmerzen nach dem Aufwachen,
  • Knacken des Kiefergelenks bei bestimmten Bewegungen,
  • Chronische Schulter-Nacken-Verspannungen,
  • Rückenschmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule,
  • Beckenschiefstand mit funktioneller Beinlängendifferenz. Die Folge: Eine Seite des Körpers ist durch die Schiefhaltung stärker belastet, was zu Gelenkproblemen und früherem Gelenkverschleiß vorwiegend einer Körperhälfte führen kann.

 

Die Behandlung hat unterschiedliche Säulen und betrifft viele Fachgebiete:

 

  1. Verbesserung der Stressverarbeitungsmechanismen bei Zähneknirschen – zum Beispiel durch autogenes Training, Muskelrelaxation, Yoga, Sport, Psychotherapie oder Meditation.
  2. Versorgung mit einer Aufbiss-Schiene durch einen Spezialisten.
  3. Physiotherapie von speziell ausgebildeten Therapeuten mit CMD-Schwerpunkt.
  4. Regelmäßige Nachkontrollen, ob die Therapien gut ineinandergreifen.

 

Falls Sie schon längere Zeit Probleme des Bewegungsapparates haben, die möglicherweise auf eine CMD zurückzuführen sind, biete ich Ihnen gerne ein einstündiges Erstgespräch mit körperlicher Untersuchung an.